Stunde der Wintervögel 2020

Vom 10. bis 12. Januar Vögel beobachten und melden!

NABU und LBV rufen vom 10. bis 12. Januar zum zehnten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen.

Auf dieser Seite finden Sie nähere Informationen zu den geeigneten Orten für die Vogelbeobachtung, nützliche Hilfsmittel und ein kleines Erklärvideo zu den häufigsten Wintervögel. Außerdem bieten wir Ihnen am unteren Ende der Seite ein Informationsblatt mit Meldebogen und eine Zählhilfe zum Download an. Sie haben hier auch die Möglichkeit, direkt Ihre Beobachtungen online zu melden.

Wir wünschen viel Erfolg und Spaß beim Beobachten und Zählen!


Wo kann ich mitmachen?

Grundsätzlich kann man an jedem beliebigen Ort bei der Zählung mitmachen. Einzige Voraussetzung ist, dass dort (freilebende) Vögel vorbeikommen. Aber ob man beschließt, eine Stunde an der frischen Luft zu verbringen, oder lieber aus der warmen Stube heraus zu beobachten – der Spaß an der Aktion steigt immens, wenn man “ordentlich was zu tun hat", sprich, wenn reger Flugverkehr herrscht. Daher ist es sinnvoll, den Ort der Zählung gezielt auszuwählen.

 

Besonders gut lassen sich Wintervögel an etablierten Fütterungen zählen. Für Gartenbesitzer bietet sich an, bereits im Vorfeld eine Futterstelle anzulegen, die sich gut beobachten lässt. In unseren aufgeräumten Gärten freuen sich Vögel das ganze Jahr über angebotenes Futter, spätestens aber, wenn der Garten für den Winter vorbereitet und alle verblühten Pflanzen (die mit ihren Sämereien nun eigentlich erst richtig interessant für unsere gefiederten Mitbewohner würden) rausgerissen oder abgeschnitten werden und das Gras den letzten Schnitt erhält, wird das Nahrungsangebot knapp. Daher spricht es sich schnell herum, wo zuverlässig Futter zu finden ist, und so kommen an den Futterstellen viele Vögel aus der Umgebung zusammen und bieten dem Zähler/der Zählerin eine abwechskungsreiche Stunde. 


Interessant ist auch die Lage der Gärten:  Gärten in Waldrandnähe locken mit Sicherheit auch Kernbeißer, Buchfinken und Tannenmeisen an, in Gärten in Feldrandnähe lassen sich vermutlich Stieglitze und – soweit noch vorhanden – Feldsperlinge blicken. Buntspechten begegnet man fast an allen Futterstellen.

 

Für die Zählung attraktiv sind auch Stellen mit hohem Publikumsverkehr. Dort sind die Vögel an Menschen gewöhnt und weniger scheu. Der Weg rund um den Bruchsee beim Heppenheimer Krankenhaus bietet beispielsweise gute Beobachtungsmöglichkeiten. In diesem Jahr unterhält der NABU hier aus Personalmangel leider keine Fütterung. Wer Interesse hat, hier eine Futterstelle zu betreuen, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden! 

 

Bei einem Tässchen Kaffee kann man auch im Vogelpark Heppenheim tolle Beobachtungen machen. Hier werden nicht nur die “Insassen” gefüttert, sondern auch die Wildvögel. Spannend am Bruchsee sind die vielen Halsbandsittiche, die laut kreischend ihre Runden ziehen.

 

Eine weitere Möglichkeit, sich in Heppenheim an der Wintervogelzählung zu beteiligen, bietet die Beobachtungshütte an den Jägerteichen. Neben diversen Singvögeln sind hier regelmäßig Eisvögel,  Schnatter-, Krick-und Stockenten, Grau- und Silberreiher und viele andere (Wasser-)vögel zu sehen.

 

Spektakulär sind Zählungen an überjährig stehenden Blüh- und Brachestreifen in der Feldflur. Die samenreichen Pflanzen locken buchstäblich hunderte von Stieglitzen, Bluthänflingen, Feldsperlingen und Grųnfinken an! Ein Tipp zum Zählen: man unterschätzt die Anzahl an Tieren sehr leicht – da hilft es sehr, eine Kamera dabei zu haben um den Schwarm zu fotografieren. Am Bildschirm lassen sich die Vögel nicht nur leicht auszählen - man entdeckt auch häufig, dass es sich um gemischte Trupps handelt. Wer über die Grenzen Heppenheim hinausfahren möchte, dem sei empfohlen sich die Blühstreifen in Kirschgartshausen, an der B44 gegenüber des Anwesens der Südzucker AG, vorzunehmen.

Was brauche ich für die Zählung?

Neben einer Stunde Zeit und der Beobachtungssituation angepasste Kleidung ist es hilfreich, ein Fernglas dabei zu haben. Vögel bewegen sich oft recht hektisch und können mit dieser Sehhilfe manchmal viel leichter bestimmt werden. Der NABU bietet außerdem eine Zählhilfe zum downloaden an, welche Sie im Anschluss finden. Auf den vorgefertigten Bögen kann man leicht die jeweiligen Arten ankreuzen. Ein bißchen Artenkenntnis ist auch vonnöten. 


Auch hier bietet der NABU verschiedene Bestimmungshilfen an. Es empfiehlt sich, sich vor Beginn der Zählung mit den häufigsten Arten vertraut zu machen und sich die Unterschiede zwischen ähnlichen Arten (insbesondere zwischen Haus- und Feldsperling) noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.


Downloads

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Zählhilfe
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Faltblatt und Meldebogen
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