Amphibien

Sobald die Nächte nach dem Winter wieder wärmer werden, wandern die Amphibien, insbesondere die Erdkröten, zurück in ihre Laichgewässer. An einigen Stellen müssen sie dabei Straßen überqueren. Da Amphibien beim besten Willen nicht schnell genug sind, das zu schaffen, werden viele von ihnen überfahren.

Um dies zu verhindern, errichten wir jedes Jahr temporäre Amphibienzäune, damit die Tiere in Eimer geleitet werden, und wir sie sicher über die Straße tragen können.
Leider erwischen wir mit so einem Zaun aber nicht alle Amphibien, so dass zum Teil auch die Straßen nach ihnen abgesucht werden müssen.

 

Dafür suchen wir engagierte HelferInnen, die bei geeigneter Witterung abends oder nachts den Zaun und die Straße abgehen und den kleinen Tieren über die Straße helfen.

 

Wer helfen möchte, melde sich bitte unter amphibienwanderung@gmail.com. Wir freuen uns über jeder helfende Hand  - egal ob regelmäßig oder auch nur sporadisch!

 

Informationen für Neueinsteiger sowie unsere aktuellen Einsatzorte finden Sie hier!

 

Hintergrundwissen - Gefährdung unserer Amphibien durch den Straßenverkehr:

Obwohl die Erdkröte in Deutschland aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit flächendeckend vorhanden ist, nimmt ihre Zahl beständig ab. Gründe dafür liegen unter anderem in der Verfüllung ihrer Laichgewässer und dem Ausbau von Straßen, die die Wanderung für die kleinen Tiere sehr gefährlich macht.

Abgesehen davon, dass Erdkröten sich sehr langsam fortbewegen, und es in ihrem Tempo einfach nicht schaffen würden, eine befahrene Straße (bereits bei ein Verkehrsaufkommen von 9 Autos/h endet für 80% der querenden Kröten die Reise tödlich), haben männliche Erdkröten erschwerend die Angewohnheit, sich von ihren Herzensdamen zum Wasser tragen zu lassen. Dabei warten sie bevorzugt auf der übersichtlichen und von der Tagessonne noch angewärmten Straße auf vorbei"eilende" Weibchen. Das Erdkrötenmännchen im Bild ist hoch aufgerichtet und eindeutig auf Brautschau. Auf der Straße sitzend, ist seine Überlebenschance gleich null.

Bitte Tempo 30!

Bei hoher Geschwindigkeit sind die kleinen Tiere nicht nur recht schwierig zu erspähen. Es nutzt ihnen auch nichts, wenn aufmerksame Autofahrer so fahren, dass sie von den Reifen nicht erwischt werden. Ab einem Tempo von 30 km/h entsteht unter dem Auto ein Sog, dem die fragilen Lurchlungen nicht standhalten. Die Lunge platzt, und das Tier bleibt verendet auf der Straße zurück - ohne äußerlich verletzt zu sein. Dieses Phänomen wird als Barotrauma bezeichnet. Aus diesem Grund ist es für die querenden Tiere so wichtig, dass sich Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten!

 

Hier geht's zum Krötenretterbericht 2016:

Krötenretter 2016

 

Das war die Krötenrettung 2015:

Krötenretter 2015

Winterfütterung

Zum Vergrößern der Bilder bitte hier klicken!

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Rettung für verletzte Tiere

Unter der Rufnummer 06359/ 9489503 erreichen Sie die Tierrettung Rhein-Neckar, die sich um verletzte Wildtiere kümmert.

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