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Der NABU hat mit Ehrenamtlichen & Freiwilligen einige temporäre Schutzzäune errichtet.
Die Wanderaktivitäten starten in Kürze auch in Hüttenfeld, Mittershausen, Mitlechtern, Bürstadt, Viernheim Oberlücke, Jägersburger Wald, usw.
In Viernheim, Lorscher Weg - sind sie schon seit 10. Februar unterwegs.
Ob sich die Grasfrösche, Teichfrösche oder Erdkröten tatsächlich in Prinzen verwandeln, wenn man sie küsst, dafür gibt es keine Garantie.
Dennoch wirbt der NABU mit „Prinzen suchen Shuttle Service“, um Mitwirkende zu finden, die für diese Saison, die einige Wochen andauert, mithelfen. Für die heimischen Amphibien steht die Wandersaison vor der Tür, sie alle wollen zu ihrem Laichgewässer - eine Hochzeitsreise, die für viele tödlich endet. weiterlesen...
Selbstverständlich ist es auch möglich, an festen Tagen in der Woche zu unterstütze oder flexibel zu wählen. Dafür nutzen wir unseren Terminplaner in der App.
Email: [email protected] oder [email protected]
Gerettete Amphibien:
Viernheim, Oberlücke, Kleingartenanlage:
Die Amphibien sitzen sofort ab Einbruch Dämmerung zu mehreren Hundert auf den Wegen.
Der Waschbär frisst alles, was ihm in die Finger kommt - so auch Amphibien - die häutet er. Er lernt sehr schnell und reagiert u.a. auf die Rufe der Amphibien. Die Kaulquappen fischt er aus den Gewässern. Leider sind auch Vogelnistkästen ohne Waschbär-Schutz nicht sicher vor dem sehr guten Kletterer mit seinen sehr geschickten langen Fingern. Er öffnet sogar Fledermauskästen, öffnet die Deckel oder/und reißt die Dächer von Holznistkästen etc. ab. Die Trittsiegel sind häufig in matschigen Bereichen sehr deutlich zu sehen... Fotos: sf
In Viernheim haben die ersten Erdkröten schon ihre Laichschnüre abgesetzt in der Nacht 23./24. Februar. Sehr früh für die Erdkröte. Zuvor haben teils schon Grasfrosch und Springfrosch Ende Januar/Anfang Februar ihre Laichballen abgesetzt. In diesem Jahr recht früh. Bei Tagestemperaturen von 20 Grad, teils wird es aber nachts noch immer um 0-2 Grad. Grasfrosch und Springfrosch haben bereits auch vielerorts ihre Laichballen abgesetzt.
An einem Abend können das das schon mal mehrere hundert Tiere werden, die über die Straße zu tragen sind. Es benötigt viele helfende Hände & viele Sammeleimer....
Gerade in Mitlechtern und Mittershausen, aber auch Fahrenbach, Albersbach, Hüttenfeld und Viernheim - braucht es Unterstützung! Auch das Team in Hiltersklingen braucht Unterstützung.
Gerne melden unter [email protected] oder WA/Signal/Tel 0157 564 03309.
Jedes Frühjahr machen sich tausendfach Frösche, Erdkröten, Molche, Feuersalamander & andere Amphibien auf, um zu ihren Laichgewässern zu wandern. Sie wandern zeitgleich an vielen Stellen, oft müssen sie Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu kommen. Vielerorts weisen Schilder darauf hin. Unzählige von den kleinen Tieren werden dabei überfahren. Häufig werden sie dann auch auf den Straßen wahrgenommen.
Auch die Feuersalamander sind unterwegs - teils auch an den Schutzzäunen oder den Wanderstrecken - die betreut werden - wie z.B. in HP-Mittershausen.
In Heppenheim (Essigkammweg) wandern jedes Jahr dutzende Feuersalamander auf dem kurzen Abschnitt - ab Höhe Einfahrt in der Nähe Pizzeria Erbacher Tal den Essigkammweg entlang. Hier genau sind das die trächtigen Feuersalamander - Weibchen, die das Ziel haben, zu ihren Absetzgewässern zu wandern.
Leider werden dort eine Vielzahl Feuersalamander jedes Jahr überfahren! Man könnte annehmen, dort wohnen nicht viele und daher nur wenige Fahrzeuge unterwegs - aber weit gefehlt. Schilder wurden aufgestellt und Plakate weisen darauf hin, dennoch gibt es eine Vielzahl überfahrene Tiere dort!
Feuersalamander sind lebendgebärend. Sie legen keine Eier ab, wie Frösche, Kröten oder Molche ab, sondern „setzen“ ihre ca. zehnmonatig im Mutterleib herangereiften, schlupffähigen, kiementragenden Larven, lebend in meist kalte, im Wald gelegene Gewässer wie Quelltöpfe, Sumpfflächen, Zuläufe von nassen Talwiesen/Auengebiete, Ausbuchtungen von Bachläufen, ab.
Jedes Tier hat eine andere Zeichnung gelb/schwarz - jedes Tier ist individuell, wie auch beim Bauch der Gelbbauchunke z.B. Sehr selten findet sich eine Färbung von orange, anstelle gelb - auf der ansonsten glänzend schwarzen Haut. Im Kreis DA-DI wurde ein Tier in 2026 gesichtet mit dieser einzigartigen orangefarbenen Färbung.
Hunde sollten die Feuersalamander nicht aufnehmen!
Die ersten Amphibien des Jahres 2026 machten sich am Abend des 10.02.26 in Viernheim auf den Weg - bei ca. +8 Grad und Regen. In Mannheim & Heidelberg waren die ersten Amphibien schon ein paar Tage früher unterwegs.
Wir haben am 10. Februar 2026 - in den späten Abendstunden - die gesamte Strecke Lorscher Weg und die Leitanlage L3111 kontrolliert, um zu sehen, ob und wie viele sich auf den Weg gemacht haben. Insgesamt konnten wir 11 Erdkröten sichten. Sicherlich sind in der Nacht bei Regen und um +8 Grad noch weitere gewandert.
Viernheim Oberlücke dauert es noch ein paar Tage - hier waren nur vereinzelt welcher unterwegs.
Die Beschilderung ist beantragt.
Der Schutzzaun (250m) wurde aufgebaut. Dies betrifft den Anwander-Bereich. Der Rückwander-zaun folgt im März.
Danke an die großartigen "Baumeister*innen"!
Am schwierigsten war hier die Arbeit, die Furche zu ziehen über dem Graben entlang, um den Zaun einzubringen. Neu und extrem praktisch sind die beiden herausnehmbaren Absperrungen für die beiden Einfahrten in die Pferdekoppel.
Vortrag von Uwe Somplatzki (BUND) und Silvia Fusch (NABU) am 30.01.2026 in Heppenheim:
Wer sich über das Leben unserer heimischen Amphibien etc. informieren wollte - war hier richtig!
Mit einem Bestandsrückgang von bis zu 80% innerhalb weniger Jahre - zählen Amphibien zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen unserer Zeit. Der Vortrag war gut besucht in Heppenheim. Wissenswertes und Interessantes - rund um die kleinen, heimischen Tiere - und weshalb wir die Pflicht haben, diese zu erhalten, zu schützen, zu fördern.
Themen waren u.a. der rasante Rückgang der Amphibienpopulationen, aktuelle Bedrohungen und konkrete Maßnahmen gegen das Artensterben sowie Amphibienschutz an Straßen, "Krötenrettung", spätlaichende Amphibien, Trittsteinbiotope, Monitoring, die geniale Krötenretter App und das 2019/2020 gestartete Projekt (von Uwe Somplatzki und Silvia Fusch) - Gewässer mittels "Edelstahlbecken" (Wannengewässer). Fotos@Andrea Herschel; Bericht / sf
Auch im Jahr 2024 & 2025 konnten wir mit den Krötenretter*innen - groß und klein - ca. 10.000 Amphibien retten.
Das zeigt, unsere Arbeit macht so viel Sinn!
Ganz, ganz lieben Dank an alle "Krötenretter*innen"!
Dürfen wir vorstellen: Unser Maskottchen „MCBufo“ - unsere kecke Wechselkröte - weist künftig auf „Krötenwanderungen“ hin und unterstützt unser Krötenretter-Team bei verschiedensten Initiativen.
Sofern Interesse besteht, MCBufo zu nutzen, so schließen wir gerne einen Gestattungsvertrag, der kostenfrei ist. Die Rechte an MCBufo hat der NABU Heppenheim. Es gibt verschiedenen Szenen mit MCBufo.
MCBufo und wir suchen engagierte Krötenretter-INNEN, die morgens oder/und abends die Schutzzäune betreuen, ggf. einige Straßenbereiche abgehen und den kleinen Tieren über die Straße helfen.
Auch für den Auf- und Abbau der Schutzzäune benötigen wir viele helfende Hände und Unterstützung.
Unser „Krötenretter-Team“ kümmert sich rund um das Thema Amphibien, d.h. Frösche, Kröten, Molche, Feuersalamander, aber auch Reptilien wie Zauneidechsen etc.
Gerade die sogenannten Spätlaicher Amphibien haben es in den letzten Jahren sehr schwer und der Rückgang der Amphibien liegt mittlerweile durch den Klimawandel und weitere Umweltbedingte Einflüsse bei ca. 90%.
Ab ca. Februar/März starten die Amphibien ihre Wanderung zum Laichgewässer und wir starten mit einer „Krötenrettung“ (Amphibienrettung) an einigen Straßenabschnitten.
Es benötigt viele helfende Hände.
Einen Teil der Amphibien begleiten wir auch auf ihrem Rückweg im April /Mai, manches Mal auch bis Juni. Diese Aktion dauert einige Wochen.
Sobald die Nächte nach dem Winter wieder wärmer werden und frostfrei sind (ab ca. +6 Grad Celsius), wandern die Amphibien (Frösche, Kröten, Molche …) zu ihren Laichgewässern.
Die Krötenwanderung startet also meist im Laufe des Februar, spätestens Anfang März – das ist abhängig von der Temperatur.
An einigen Stellen müssen die Kröten und Frösche usw. dabei vielbefahrene Straßen überqueren. Da Amphibien beim besten Willen nicht schnell genug sind, das zu schaffen, werden viele von ihnen überfahren.
Viele Kraftfahrzeugführer wissen es nicht: Nicht nur Tod durch platt fahren/überfahren ist möglich, sondern auch Tod durch erhöhten Luftdruck (Barotrauma) bei Geschwindigkeiten von mehr als 30km/h unter oder bei hoher Geschwindigkeit neben einem Fahrzeug.
Um dies zu verhindern, errichten wir temporäre Amphibienzäune. Die Tiere werden entlang des Zauns in eingegrabene Eimer geleitet und von uns in die Nähe des Laichgewässers getragen. Teils wandern die Tiere aber auch über die Schutzzäune hinaus – dort, wo wir keine Schutzzäune errichten können. In diesem Falle sammeln wir teils von den Gehwegen und Straßen ab.
Immer im Blick, dass wir uns selbst nicht gefährden und nur dort, wo es möglich ist! Die Sicherheit eines jeden steht im Vordergrund – daher auch immer Warnweste tragen, Fahrzeuge nicht mit den Taschenlampen blenden etc.
Teils auch für Familien mit Kids geeignet, abhängig vom Einsatzort.
Für die Krötenrettung sind keine Vorkenntnisse erforderlich – wir erklären alles in einer Einweisung am Einsatzort und zeigen, was zu tun ist, wie zu dokumentieren ist etc. Regulär sollte man an den Einsatzorten mind. zu zweit sein. Morgendliche Einsätze können ggf. auch alleine bewältigt werden.
Wir organisieren uns über eine Whats-App Gruppe/Signal Gruppe und/oder Email und nutzen einen Einsatzplaner/Erfassung (WebApp) für alle Einsatzorte.
·
Festes Schuhwerk (es kann teils recht nass und oft
matschig sein)
·
geeignete Kleidung (Nässe, Kälte) – wir sind häufig bei Regen unterwegs – da die
Amphibien am
liebsten bei Regen wandern
·
gut ausleuchtende Taschenlampe und/oder Stirnlampe, so dass man die Tiere gut sehen
kann
(Wichtig: unterwegs entgegenkommende Fahrzeuge nicht blenden!)
·
Warnweste - diese MUSS vorn geschlossen sein - aus versicherungstechnischen
Gründen
Eine Warnweste muss bei jedem Einsatz getragen werden!
· Handy
oder Zettel/Stift – zur Dokumentation (Wir nutzen eine WebApp zur Dokumentation - wer diese
ggf nicht nutzen möchte oder kann - so ist das gar kein Problem - einfach die Daten
melden
· Handschuhe
(Nitrilhandschuhe, keine gepuderten Handschuhe)
·
Sammeleimer stellen wir bereit - auch ein Kniekissen.
Es empfiehlt sich jedoch, auch immer einen Eimer im Auto zu haben, da man häufig auf der An-und Rückfahrt bereits Amphibien findet. Wenn ihr einen Eimer von zu Hause mitnehmt, achtet bitte darauf, dass keine Rückstände von Reinigungsmitteln im Eimer sind.
Hintergrundwissen zur Wanderung der Kröten
Welche Amphibien gibt es an unseren Fangzäunen?
Amphibien schützen - Leitfaden für Schutzmaßnahmen an Straßen.
Innenministerium Baden-Württemberg, 1. Auflage 2009
Die prämierte App von Matthias Busch zur Erfassung der wandernden (und durch viele Helfer gerettete) Kröten wurde 2022 auch in der Hessenschau vorgestellt!