Wir trauern um Hermann Kohl

Der NABU Heppenheim hat mit Hermann Kohl einen seiner verdientesten Naturschützer und die Vorstandsmitglieder einen guten Freund verloren. Nach schwerer Krankheit ist Hermann Kohl am Sonntag im Alter von 79 Jahren verstorben. Unser aller Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.

Bis in seine letzten Tage hat er sich um unseren Verein bemüht, war an allen Aktivitäten interessiert und hat sich ständig über aktuelle Beobachtungen in der Tier-, speziell der Vogelwelt, informieren lassen.

Hermann Kohl war mit Leib und Seele ein Vogel- und Naturschützer.

Über Jahrzehnte hat er dem Vorstand nicht nur als Schriftführer angehört, seine eigentliche Funktion übte er mehr als eine Art Geschäftsführer aus, der sich um alle organisatorischen Dinge, Behördengänge, Finanzamts-, Vertrags- und Grundstücksangelegenheiten, Notartermine und vieles mehr kümmerte. Als Rentner hat er immer die noch berufstätigen Vorstandsmitglieder enorm unterstützt und entlastet. Hermann Kohl hatte durch sein vielseitiges Engagement in Heppenheim ein sehr großes Netzwerk an Freunden, Bekannten, Kollegen und Unterstützern. Dies kam unserem Verein in vielfältiger Weise zu Gute. Wenn es etwas zu organisieren, zu vereinbaren oder zu verhandeln gab, er übernahm das und kannte auch immer jemanden, mit dem es schnell und unkompliziert zu erledigen war.

Sein Herz schlug in erster Linie für den Vogelschutz. An der gefiederten Welt war er sehr interessiert und war immer bestrebt, trotz der vielfältigen Aufgaben des NABU, das Augenmerk auf den Vogelschutz zu lenken. Viele seiner Urlaube verbrachte er deshalb auch mit anderen Vogelschützern am Neusiedler See, einem der artenreichsten Vogelschutzgebiete Europas.

Der Heppenheimer Schlossberg mit seinen Weinbergen und Trockenmauern hatte es ihm angetan. Dort die faunistische und floristische Artenvielfalt zu erhalten, war in seinen letzten Jahren sein großes Bestreben. Die Erhaltung der alten Weinbergstrukturen mit den Trockenmauern und Lesesteinriegel und den dort vorkommenden seltenen Tieren, lag ihm am Herzen. Die dem Verfall preisgegebene, über hundertjährige Weinbergshütte auf einem NABU-Grundstück wollte Hermann Kohl unbedingt der Nachwelt erhalten. Mit großem Engagement hat er alles daran gesetzt, genügend Unterstützer für das Projekt zu finden, die nötigen Finanzmittel aufzutreiben und auch alle Helfer bei der Stange zu halten, als man merkte, wie aufwändig sich die Erhaltung der Hütte gestaltete. Wochenlange schwere Arbeit und die fachgerechte Instandsetzung durch ein Zimmergeschäft waren notwendig, bis die Hütte restauriert und hoffentlich, für die nächsten hundert Jahre gesichert, wieder an ihrem alten Platz stand. Der NABU-Heppenheim hat die Hütte vor wenigen Tagen ihm zu Ehren „Hermann-Kohl Hütte“ getauft.

Bescheiden wie Hermann Kohl war, hatte er diese Namensgebung stets abgelehnt und nach der Einweihungsfeier das damals installierte Namensschild sogar wieder entfernt. Unzählige Wanderer und Touristen nutzen seither den dortigen Rastplatz mit dem schönsten Blick auf die Heppenheimer Altstadt. Dieser Platz und die Hermann-Kohl-Hütte werden an einen großen Heppenheimer Natur- und Umweltschützer erinnern, den der NABU-Heppenheim immer in hochachtungsvoller Erinnerung behalten wird.

 

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