Informationen für Neueinsteiger

Hallo liebe Helfer*innen, wir freuen uns sehr, dass ihr dabei seid!

Die Krötenwanderungen starten ca. Ende Februar/Anfang März und dauern einige Wochen an, also bis ca. Ende April. Amphibien wandern im Schutz der Dunkelheit. Ab Einbruch der Dämmerung kann man, je nach Wetterlage, mit ihnen rechnen. Bei passendem Wetter - ab 8°C und Regen/Nässe -  wandern sie durch die Nacht  auf ihre Laichgewässer zu. Wenn sie dabei eine Straße kreuzen müssen, haben sie oft keine Chance, diese lebend zu überquere. Zu langsam sind die Bewegungen und selbst wenn ein Autofahrer es "gut meint" und der Kröte soweit ausweicht, dass sie nicht von den Reifen getroffen wird, reicht oft der Luftsog unter dem Auto aus, die fragilen Amphibienlungen zum Platzen zu bringen. Schon bei Geschwindigkeiten über 30 km/h tritt dieses Barotrauma auf und die Kröten bleiben mit heraushängender Zunge tot auf der Straße liegen. 

 


Im Jahr 2020...

... werden wir bei den folgenden Wanderungen aktiv werden:

  • Viernheim
  • Bürstadt
  • Jägersburger Wald (Einhausen), Nähe Wildtierpark
  • Einhausen
  • Mitlechtern (B460 + Alzenauer Str/ Sportplatz)
  • HP- Scheuerberg 
  • HP-Mittershausen
  • Fürth-Erlenbach
  • Albersbach

Neue Helfer*innen werden immer gesucht und sind immer herzlich willkommen!!!


Wer, Wie, Was, Wann, Wo?

Aufgaben der Helfer

  • Schutzzaun kontrollieren, ob er noch korrekt in die Erde vergraben ist, d.h. er darf am unteren Rand nicht offen sein – ansonsten kriechen die Tierchen unter dem Zaun hindurch –> ggf. Zaun abdichten (Erde/Sand).
  • Der Zaun sollte nicht sehr gebogen sein, so dass die Tiere ihn überklettern könnten. Bitte ggf. korrigieren.
  • Eimer kontrollieren, ca. alle 15-20m ist ein Eimer in die Erde hinter dem Zaun eingegraben. Tiere vorsichtig herausnehmen. Sie verkriechen sich meist unter dem Grad oder Moos im Eimer. Bitte Gras/Moos immer im Eimer lassen, da es die Tiere vor Austrocknung schützt und Schutz im Eimer bietet. Bitte vorsichtig, da Molche sehr „zarte“ Tierchen sind und nicht zerdrückt werden sollen. Findet man Frösche, bitte diese im mitgebrachten Sammel-Eimer mit Tuch abdecken, sonst springen sie aus dem Eimer. Am besten umgehend auf die andere Seite setzen.
  • Eidechsen „fauchen“ manchmal – ihr braucht hier keine Bedenken zu haben. Bitte lasst die Eidechsen auf der Seite wo ihr sie gefunden habt und setzt sie dort auf einen nahe gelegenen Steinhaufen o.ä.
  • Feuersalamander – besser mit Tuch oder Handschuhen anfassen;
  • Alle Amphibien und Eidechsen ein-/aufsammeln und auf die andere Seite setzen in Gewässernähe oder auf die andere Seite in den Wald, wo sie selbst ohne Gefahr weiterwandern können zum Wasser; bei Rückwanderung auf die andere Seite setzen.
  • Bitte möglichst keine eingegrabenen Eimer herausziehen, da sie genau in Position gebracht sind. Der Zaun muss direkt an den Eimer anschließen, so dass die Tiere in den Eimer fallen können. Es muss immer Laub / Gras oder Moos im Eimer sein.
  • Die eingegrabenen Eimer haben Löcher am Boden; falls dennoch Wasser im Eimer steht, bitte abschöpfen. 

 

Einsatzzeiten

Täglich 1 x morgens und 1 x abends die Eimer/Zaun kontrollieren, die Tiere einsammeln und in die Nähe des Laichgewässers oder direkt zum Laichgewässer bringen. Am Morgen sollte dies bis ca. 10 Uhr erfolgen und abends kann dies zwischen 19.30 - 0 Uhr. Die Tiere wandern ab Dämmerung und nachts, über einige Wochen hinweg. Zunächst wandern die Amphibien zum Laichgewässer und nach einigen Wochen erfolgt die Rückwanderung.

 

Für Familien mit kleineren Kindern wäre dies daher eher an den Wochenenden interessant bzw. an den Wochenenden auch an den Abenden.

 

Für die Einsatzzeiten gibt es einen doodle Kalender, in welchen jeder seine Planungen vornehmen kann.

 

Eine Einweisung erfolgt immer zuerst vor Ort, so dass jeder weiß, was zu tun ist, wohin die Tiere wandern etc.

 

Dokumentation (d.h. Zählung der Tiere und Art der Tiere sowie auch tote Tiere) muss bitte von den Helfer/-innen erfolgen bzw. werden per WhatsApp oder Email an Silvia Fusch gemeldet. Es gibt eine einfache online Dokumentation, deren Bedienung wir gerne erklären.

 

Was ihr mitbringen müsst

  • WARNWESTE!
  • Kleidung, die schmutzig, ggf. auch mal nass werden darf (wenn das Gras zu hoch gewachsen ist)
  • Festes Schuhwerk , Handschuhe
  • Taschenlampe
  • 1 Eimern (bitte achtet darauf, dass keine Putzmittelreste in dem Eimer sind, die den Amphibien schaden können)
  • 1 Tuch, welches über den Eimer passt
  • Smartphone für Notizen und Fotos (sofern vorhanden)
  • oder etwas zum notieren (Zettel, Stift), da die Anzahl und Art der Tiere dokumentiert werden muss (Grünfrosch, Braunfrosch, Kröten, Eidechse etc)

 

Sicherheit ist bei der Aktion das oberste Gebot: Das Tragen einer Warnweste ist daher für alle HelferInnen verpflichtend! Wir stellen euch gerne Westen zur Verfügung.

 

Unsere Einsatzorte:

HP-Mittershausen:

ca. 150 m vor Ortseingang, Wanderungen durch den gesamten Ort – Durchgangsstraße sowie Parkplatz Vetters Hof;

Treffpunkt: Am Pfalzbach 2, Parkplatz Gaststätte „Vetters Hof"

 

HP-Scheuerberg:

ca. 150 m vor Ortseingang sowie Parkplatz Steinschlösschen und Nebenstraße nach Seidenbach; Treffpunkt: Parkplatz: Am Pfalzbach, „Gaststätte Steinschlösschen“

Mitlechtern:

Parkplatz Ortseinfahrt Mitlechtern- von Wald-Erlenbach kommend

Viernheim:

L3111 ab Kreisel Robert-Bosch-Str. in Richtung Hüttenfeld & auch Lorscher Weg

Bürstadt:

Wasserwerkstraße (über die Brücke), ab Ende Neubaugebiet Sonneneck; Areal Wasserwerkstraße, St.-Wendelin-Str, Gärtnersiedlung

Treffpunkt:  1. Wald-Parkplatz nach Neubaugebiet oder Parkplatz Wasserwerkstraße 

Koordinator: Walter Schuck, Email. wa.schuck@web.de

Albersbach:

(Wanderparkplatz Kreiswald) Areal

Koordinatorin: Maria Reuter-Vogt

Einhausen:

Rund um den Kreisel Schwanheimer Str./ K 65, bis Penny Markt;

Treffpunkt: Am Kreisel 

Koordinator: Bernd Reif 

 


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