Gelbbauchunkenprojekt im Steinbruch Röhrig

Bundesweites Artenschutzprojekt zur Erhaltung der Biodiversität

Projekt zur Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunkenvorkommen in Deutschland

Die Gelbbauchunke (GBU) ist eine Pionierart, das heißt, sie siedelt in neu entstandenen Gewässern an, die noch nicht von Prädatoren (Fraßfeinden) besiedelt sind. Ursprünglich also eine Art der Auen und Überschwemmungsflächen. Heute kommt der Lurch fast nur noch in Sekundärbiotopen, Kiesgruben, Steinbrüche und Abgrabungen vor. Die Larven der nur etwa 5 cm große GBU haben eine sehr kurze Entwicklungszeit von etwa 45 Tagen. Das reicht meist um in kleinen, temporären Pfützen zu überleben. Die Lebenserwartung der GBU beträgt im Freiland über 15 Jahre. So kann es vorkommen, wenn geeignete Fortpfanzungsgewässer entstehen, dass sich darin plötzlich Larven finden, obwohl seit Jahren keine GBU´s mehr gesehen wurden.

Im Steinbruch Röhrig und auch in Bruch Seemann in Auerbach befinden sich Restpopulationen, die wir vermehren wollen und ihnen durch geeignete Wanderkorridore den Weg zu ihren früheren Lebensräume in der Ebene bereiten wollen.
Jede GBU hat ein eigenes Bauchmuster an dem man sie unterscheiden kann.

Fotografiert und computergestützt ausgewertet können die Bestände genau erfasst werden.

Die Firma Röhrig unterstützt großartig das Forschungs- und Schutzprojekt indem sie entsprechende Laichgewässer anlegt und vor Beeinträchtigung schützt.

Arbeitskreistagung Gelbbauchunke im Steinbruch Röhrig in Sonderbach
Arbeitskreistagung Gelbbauchunke im Steinbruch Röhrig in Sonderbach
Mit schwerem Gerät werden Laichhabitate gebaggert
Mit schwerem Gerät werden Laichhabitate gebaggert

Fernsehsendung über das GBU-Projekt

 

Das ARD wird eine Wissenschaftssendung zum Leben in der Pfütze gestalten.

Hierzu wird über unser Projekt im Steinbruch Röhrig berichtet. Die Aufnahmen beginnen am Dienstag, 25. März 2014 mit der Anlage neuer Laichtümpel.

Wir werden weiter über die Sendung berichten.

Ein Teil des ARD-Teams bei den Dreharbeiten im Steinbruch Röhrig.

Produziert wird die Sendung "W- wie Wissen", die am 11. Mai 2014 ausgestrahlt wird.

Der erste Drehtag war für die Ausbaggerung von geeigneten Laichtümpeln und für Aufnahmen, wie sich die Tümpel bei Regen füllen vorgesehen. Da es nicht regnete, wurde einfach Regen gemacht. Das war harte Kost für Mensch und Material.

Ob die Kameras das alles ausgehalten haben, wird bezweifelt.

Die Fa. Röhrig Granit stellte den ganzen Tag zwei riesige Bagger zur Verfügung, die nach unseren Anweisungen geeignete Tümpel schufen. Diese dürfen nicht zu groß und auch nur sehr flach sein. Die Gelbbauchunken entwickeln sich dann im warmen Wasser innerhalb von 40 Tagen. solange müssen die Pfützen das Wasser halten.

Ein Traumjob sieht anders aus! Nicht nur der "Regenmacher", das ganze Team mitsamt den Kameras war klatsch naß nach den Szenen zur Füllung der Pfützen. Mit einem Tankwagen wurde Wasser in rauhen Mengen herbeigekarrt.

 

Noch sind die Flachwassertümpel nicht mit Wasser gefüllt.

Über dreissig dieser Wasserpfützen wurden über das Bruchgelände verteilt und mit großen Steinen gesichert, damit niemand aus versehen in die Laichgewässer fährt.

Jetzt wird nur noch auf die Kröten gewartet, die in ca. zwei Wochen aus ihren Winterquartieren kommen werden. Dann erscheint auch wieder das Team vom ARD, um die restlichen Aufnahmen zu tätigen.

Marco Röhrig, Geschäftsführer von Röhrig Granit (2. von rechts) und Birgitt Bauer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen begleiteten das Filmteam den ganzen Drehtag.

Vorstellung des GBU-Projektes für die Bevölkerung am 4. Juni bei der Fa. Röhrig-Granit

Ca. 60 interessierte Bürger sind der Einladung gefolgt und wurden nach der Präsentation köstlich verpflegt bevor es in den Steinbruch zu den Unken ging.

1. Bild: v.l. Marco Röhrig, Dominik Heinz (Projektleiter), Gerhard Eppler (Landesvorsitzender NABU-Hessen)

2. Bild: Präsentation des GBU-Projektes durch Dominik Heinz

3. Bild: Im Bruch an den Laichtümpeln

Baggermaßnahme für die Gelbbauchunke

Der NABU-Heppenheim hat seit 1982 einen Bachlauf mit einem Rückhaltebecken gepachtet. Das ehemalige Fischgewässer dient seither als Reproduktionsgewässer für Amphibien. Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch, Fadenmolch, Feuersalamander kommen in sehr guten Beständen vor. Durch den Eintrag von Sediment war kaum noch Wasser im Teich vorhanden, so dass wir uns gezwungen sahen, mehrere hundert Kubikmeter Sediment Grund tief entfernen zu lassen. Da der Teich nur von einer Seite zugänglich ist, musste ein extrem großer Moorbagger die Aufgabe übernehmen. Damit dieser an den See heran kam, musste erst der Uferbewuchs entfernt werden. Dies übernahm Hessenforst.

In knapp zwei Tagen war dann die Arbeit geschafft und der Teich konnte wieder voll laufen.

Durch entsprechende Gestaltung und Wasserführung besteht jetzt die Möglichkeit, Kleinstgewässer für die Gelbbauchunke zu schaffen.  Dieses Gewässer dient als einer der Trittsteine auf dem Wanderkorridor vom GBU-Vorkommen in Sonderbach hinab in die Ebene.

 

Winterfütterung

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